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Alarmanlage: Darauf kommt es an!

Gerade zum Ende des Jahres, in den dunklen Wintermonaten, hört man es fast täglich: Die Einbruchszahlen steigen wieder schlagartig an. Gut für den, der vorsorgt statt nachsorgt… Hier findest du alles, was du wissen musst, wenn du dir eine Alarmanlage kaufen willst.

Worauf muss ich beim Kauf einer Alarmanlage achten?

Das Angebot an Alarmanlagen ist groß, so dass du dich im Vorfeld ausgiebig informieren solltest, bevor du dir eine Alarmanlage kaufst.

Alarmanlagen lassen sich beispielsweise nach der Art der Sirenen unterscheiden. Es gibt Alarmanlagen die eine Außensirene, eine Innensirene oder eine Kombination aus beiden besitzen.

Mit einer Innensirene wird der Einbrecher verjagt. Eine Außensirene dient hingegen dazu, das Umfeld zu alarmieren. Da beide Eigenschaften außerordentlich wichtig sind, empfiehlt sich eine Kombination aus beiden Alarmsystemen.

Sowohl bei der Innensirene als auch bei der Außensirene sollte darauf geachtet werden, dass ein Einbrecher nicht die Möglichkeit hat, diese zu erkennen, um sie beschädigen zu können.

Zudem gilt es im Vorfeld zu klären, ob du dir eine Alarmanlage kaufen solltest, die Funkgesteuert oder kabelgebunden ist.

Funk-Alarmanlagen bieten sich an, um ein Objekt nachträglich mit einer Alarmanlage auszustatten, da sich diese problemlos im Objekt installieren lässt. Sofern du dir eine Funk-Alarmanlage kaufen möchtest, solltest du vor allem darauf achten, dass die Funkreichweite auch der Größe des Objekts entspricht welches gesichert werden soll.

Alarmanlagen mit Kabelanschluss bieten sich insbesondere dann an, wenn eine Alarmanlage bereits beim Bau des Objektes mit eingeplant wurde.

Achte zudem darauf, dass die Alarmanlage den DIN-Vorgaben der VdS Schadensvergütung GmBH entspricht. Dies dient nicht nur der eigenen Sicherheit, sondern ist auch bei vielen Hausratsversicherungen ein Grund für einen günstigeren Versicherungstarif.

Wieso sollte ich mir eine Alarmanlage kaufen?

Eine Alarmanlage ist eine Investition, die sich lohnt, damit du Nachts gut schlafen kannst. Gerade in Zeiten, in denen die Zahl der Einbrüche stetig zunimmt, ist ein sicheres Heim wichtiger denn je.

Neben der abschreckenden Eigenschaft einer Alarmanlage hat diese auch den Vorteil, dass sie das Umfeld und ggf. die nächstgelegene Polizeistation informiert.

Hinzu kommt, dass einige Versicherer günstigere Tarife anbieten, sofern ein Objekt mit einer Alarmanlage ausgestattet ist.

Aus welchen Komponenten besteht eine Alarmanlage?

Eine Alarmanlage besteht in der Regel aus den nachfolgenden Komponenten:

  • Zentraleinheit
  • Melder
  • Signalgeber
  • Bedienelement

Die Zentraleinheit aktiviert bei Bedarf den Alarm und meldet diesen weiteren Stellen wie etwa der nächsten Polizeiwache. Zusätzlich reguliert die Zentraleinheit den Stromverbrauch.

Der Melder (z.B. Bewegungsmelder, Öffnungsmelder etc.) ist für die Erfassung möglicher Signale zuständig, die den Alarm auslösen können. Achte bei der Installation u.a. auf Haustiere, Wärmequellen etc., um mögliche Fehlalarme zu vermeiden. Insbesondere Haustiere können bei Alarmanlagen mit Bewegungsmeldern zu Fehlalarmen führen. Daher sollten Bewegungsmelder so angebracht werden, dass ein Fehlalarm möglichst ausgeschlossen wird. Auch Glasbruchmelder und Körperschallmelder können zur Ausstattung eines Meldesystems gehören.

Durch den Signalgeber ertönt der Alarm, der die Umgebung über den Vorfall (z.B. Öffnung oder Glasbruch eines Fensters) informiert. Hierbei handelt es sich meist um einen akustisch schrillenden Ton. Auch optische Signalgeräte wie Blinklichter oder Blitzleuchten können der Umgebung signalisieren, dass ein Alarm ausgelöst wurde.

Das Bedienelement dient der Steuerung der Alarmanlage. Hiermit kannst du einzelne Komponenten der Alarmanlage einstellen.

Welche Alternative gibt es zur Alarmanlage?

Eine echte Alternative zu einer Alarmanlage gibt es nicht. Vielmehr kannst du verschiedene Komponenten verwenden, um die Schäden eines Einbruchs so gering wie möglich zu halten.

Für die sichere Aufbewahrung von Wertgegenständen kannst du beispielsweise einen Tresor verwenden. Zudem hast du die Möglichkeit Fensterschlösser, Vorhängeschlösser und Möbelschlösser zu verwenden.

Sämtliche Maßnahmen die hier ergriffen werden können ergänzen sich im weiteren Sinne gegenseitig und dienen dazu, den Einbruch möglichst zu erschweren und Sach- und Vermögensschäden möglichst gering zu halten. Eine VdS-zertifizierte Alarmanlage ist eine dieser Komponenten.

Du solltest dir darüber im Klaren sein, dass eine Alarmanlage einen Einbruch nicht gänzlich verhindern kann.. Jedoch ist die Alarmanlage, genauso wie die Überwachungskamera, eine der wichtigsten Komponenten bei der Einbruchsprävention.

Welche Arten von Alarmanlagen gibt es und was sind die jeweiligen Vorteile und Nachteile?

Generell gibt es drei verschiedenen Arten von Alarmanlagen:

Kabelgebundene Alarmanlage

Die kabelgebundene Alarmanlage (auch: Draht-Alarmanlage) kann als der Standard betrachtet werden, da sie am häufigsten verwendet wird, wenn eine Alarmanlage bereits beim Bau des Objektes mit eingeplant und installiert wird. Die o. g. Komponenten der kabelgebundenen Alarmanlage sind, wie der Name schon vermuten lässt, durch Kabel miteinander verbunden.

Ein Vorteil der kabelgebundenen Alarmanlage ist, dass diese eine hohe Sicherheit bietet, da die einzelnen Komponenten ununterbrochen miteinander in Kontakt stehen. Zudem ist die kabelgebundenen Alarmanlage hinsichtlich ihrer Funktionsfähigkeit von keiner Batterie/Akku abhängig.

Ein Nachteil der kabelgebundenen Alarmanlage besteht in ihrer aufwändigen Installation. Zudem sollte die Installation der kabelgebundenen Alarmanlage möglichst bereits beim Bau des Objektes mit eingeplant werden.

Funk-Alarmanlage

Bei der Funkalarmanlage sind die o.g. genannten Komponenten der Alarmanlage über Funk miteinander verbunden. Der Betrieb der Funkalarmanlage erfolgt durch Batterie oder Akku, wobei erwähnt werden muss, dass entsprechende Batterien/Akkus jahrelang halten können.

Ein Vorteil der Funkalarmanlage ist, dass diese (insbesondere im Vergleich zur kabelgebundenen Alarmanlage) recht simpel in ihrer Installation ist. Daher eignet sie sich insbesondere dann, wenn beim Neubau keine kabelgebundene Alarmanlage mit eingeplant wurde und nun eine Alarmanlage nachgerüstet werden soll.

Ein Nachteil der Funkalarmanlage ist, dass die Zuverlässigkeit von der Funkverbindung abhängig ist. Ist diese gestört, kann es zu Fehlalarmen kommen oder die Überwachung des Objektes fällt aus. Zudem musst du den Stand der Batterien/Akkus im Auge behalten. Achte also darauf, dass deine Funk-Alarmanlage über eine LED verfügt, welche darauf hinweist, dass ein Fehler vorliegt.

IP-Alarmanlage

Bei der IP-Alarmanlage handelt es sich um eine Alarmanlage, welche mit dem Router verbunden ist. Die Verbindung der einzelnen Komponenten erfolgt mittels WLAN und/oder Funk.

Der Vorteil einer IP-Alarmanlage ist, dass du diese zu jeder Zeit und von jedem Ort aus mittels deines Smartphones (z.B. über eine App) aktivieren und dich über den aktuellen Stand erkundigen kannst.

Der Nachteil einer IP-Alarmanlage ist, dass diese von der Internetverbindung und dem Funktionieren des WLAN-Netzwerks abhängig ist. Ist dies gestört, hast du u.U. keinen Zugriff mehr auf deine IP-Alarmanlage.

Wo sollte ich eine Alarmanlage kaufen (Online vs. Fachhandel)?

Wenn du dir eine Alarmanlage kaufen möchtest, kannst du diese entweder online oder im Fachhandel kaufen. Wie bei den meisten Gütern gilt auch hier, dass du im Internet in der Regel eine größere Auswahl als im Fachhandel findest.

Diese große Auswahl gibt dir die Möglichkeit, diverse Funktionen in Ruhe miteinander zu vergleichen, bevor du dir die gewünschte Alarmanlage kaufst.

Neben der großen Auswahl kommt hinzu, dass dir das Internet häufig einen günstigeren Preis als der Fachhandel vor Ort bietet. Da zudem auch im Internet das gesetzliche Rückgaberecht besteht, empfiehlt es sich, die Alarmanlage online zu kaufen.